Wallfahrt 2012 Wallfahrtsorte Impressum

 
 

Wallfahrtsorte im nordwestdeutschen Raum

 
 

 
 
Wer sich auf den Weg macht - Gedanken zur Wallfahrt


Das Thema Wallfahrt ist zeitlos: so alt wie die Erlebnisse des Volkes Israel in der Wüste - und so aktuell wie die Gefühle Jugendlicher, die nach mehrtägigem Fußweg vor einem unscheinbaren Gnadenbild stehen. Wallfahrer denken über ihr Leben nach, sie bitten und danken, schweigen und erzählen, beten und singen. Sie suchen Gottes Melodie in ihrem Leben - und begeben damit sich selbst auf die Spur, und das ist immer ein kleines Abenteuer. So etwas gibt es nicht im Reisebüro. Wer sich auf den Weg macht, lebt für einen Tag oder eine Woche bewusster. Und kehrt verändert nach Hause zurück.

Zu Fuß unterwegs

Der klassische Wallfahrer benutzt seine Füße. Er setzt sich Sonne und Regen aus, bevorzugt abgelegene Wege und kommt doch um die verkehrsreichsten Straßen nicht herum. Er ist unterwegs in einer Gruppe Gleichgesinnter - in der Gemeinschaft stützt man sich gegenseitig und kommt miteinander ans Ziel. Darin ist die Wallfahrt ein Bild der Kirche: Wir sind nicht allein. Wir sind miteinander auf dem Weg. Diese Erfahrung macht Mut.

Erbsensuppe statt Drei-Gänge-Menu

Wallfahrer theoretisieren nicht. Sie tun etwas Konkretes. Dazu gehören frühes Aufstehen, mancher Verzicht auf Annehmlichkeiten und oft Blasen an den Füßen. Ich werde mitgenommen, oder ich nehme andere mit - das ist Anlass genug, damit geht es los. Zu einem Ort, unspektakulär, abseits der selbsternannten Zentren. Zu einer Erfahrung von Religion, wie wir sie nur noch selten erleben: zum Greifen nah. Wer mitmacht, erlebt: Der andere betet auch so wie ich. Mehr noch, er spürt: Kirche, das bin ich. Gott, das ist für niemanden eine einfache Formel. Beten, das hat mit Spontaneität und Phantasie zu tun.

Jede Wallfahrt ist eine Demonstration

Wer vom Straßenrand zuschaut, spürt: Da widersetzen sich Menschen dem Strom. Die lassen sich den Glauben etwas wert sein. Sie tragen ein Kreuz bei sich, keine Parolen. Wallfahrtsorte laden ein zu Besinnung und Gebet, zur Erfahrung von lebendiger Kirche und zu der Hoffnung, dass wir am Ende unseres Lebensweges tatsächlich "nach Hause kommen". Es gibt sie, diese Orte und Oasen, an denen Gott den Menschen besonders nahe ist. Wundert es Sie, dass dies auch die Menschen, die sich dorthin miteinander auf dem Weg machen, verändert?

Der nächste Wallfahrtsort ist näher, als man denkt

Wer pilgert, reist mit leichtem Gepäck. Und auch eine sorgfältig vorbereitete und durchgeführte Tagesfahrt kann ein großes Erlebnis sein. Ob Rom oder ein hiesiger Wallfahrtsort, ist weniger eine Frage des Geldes. Es gilt zu entscheiden, was mir persönlich möglich ist. Für die Planung ist wichtig: Wieviel Zeit wollen Sie sich nehmen? Handelt es sich um jüngere oder ältere Menschen? Reisen Sie mit dem Zug, per Bus oder mit dem Auto - oder eben zu Fuß? Alle Religionen haben ihre Wallfahrtsorte, an denen man dem göttlichen Bereich begegnet, angefangen im Erlebnis unseres Vaters Jakob mit dem Traum der Himmelsleiter. Und er stellt fest: So nah war mit Gott, und ich wusste es nicht. So haben wir noch heute Jerusalem oder Santiago de Compostela, unsere Marienwallfahrtsorte, die Wallfahrtsorte zum Hl. Kreuz oder zu den Heiligen.

Wer singt, betet doppelt

Für die Vorbereitung gilt: Sie können alles selber machen, zum Beispiel Lieder und Texte aussuchen oder den Gottesdienst vorbereiten, müssen aber nicht. Ein einfaches Beispiel: Sie legen die Route sorgfältig fest und planen drei oder vier "Unterbrechungen" ein. Zeit für ein selbstformuliertes Gebet, ein gemeinsames Lied oder die Betrachtung eines Wegekreuzes. Die Wallfahrtsleitung vor Ort gibt Ihnen gerne ausführliche Informationen und Hilfen. Hier melden Sie auch Ihre Gruppe an, erfahren die Möglichkeiten zur Mitfeier der Gottesdienste, der Betreuung vor Ort und der Übernachtung.

Stillwerden, staunen, hinhören

Haben Sie den Mut zu improvisieren. Wunder geschehen, wo Menschen zusammen beten, schweigen und miteinander ins Gespräch kommen. Das lässt sich nicht exakt vorher planen. In den Beichtkapellen geschehen noch heute täglich Wunder. Denken Sie bei der Kostengestaltung auch an Jugendliche, kinderreiche Familien und Minderbemittelte. Bleibt noch eine letzte Frage: Ist eine Wallfahrt Urlaub? Antwort: Für die Seele Ja.




 
 
Wallfahrt 2012


"Zur Hoffnung berufen"
(Eph 1,18)

 



 
  Texte 2012

 
  Lesung aus dem Propheten Jesaja

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen. Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes. Macht die erschlafften Händen wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor, und Bäche fließen in der Steppe. Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen. Eine Straße wird esdort geben; man nennt sie den Heiligen Weg. Kein Unreiner darf ihn betreten. Er gehört dem, der auf ihm geht. Unerfahrene gehen nicht mehr in die Irre. Es wird keinen Löwen dort geben, kein Raubtier betritt diesen Weg, keines von ihnen ist hier zu finden. Dort gehen nur die Erlösten. Die vom Herrn Befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.
(Jes 35, 1-10)

Lesung aus dem Johannesevangelium

Jesus sprach: Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen. Da sagten einige von seinen Jüngern zueinander: Was meint er damit, wenn er zu uns sagt: Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen? Und was bedeutet: Ich gehe zum Vater? Sie sagten: Was heißt das: eine kurze Zeit? Wir wissen nicht, wovon er redet. Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sagte zu ihnen: Ihr macht euch Gedanken darüber, dass ich euch gesagt habe: Noch kurze Zeit dann seht ich nicht mehr und wieder eine kurze Zeit dann werdet ihr mich sehen. Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln. Wenn die Frau gebären soll, ist sie bekümmert, weil ihre Stunde da ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So seid auch ihr jetzt bekümmert, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen, und niemand nimmt euch eure Freude.
(Joh 16, 16-24)




 
  Lieder 2012

Lieder aus dem Stammteil des Gotteslobes

Lieder aus dem Diözesananhang Münster

 
   
 
 
 
106 Kündet allen in der Not 843 Herr, wir bitten: Komm und segne uns
257 Großer Gott, wir loben dich 845 Bewahre uns, Gott, behüte uns
258 Lobe den Herren 846 Von guten Mächten treu und still umgeben
264 Mein ganzes Herz erhebet dich 848 Meine engen Grenzen
291 Wer unterm Schutz des Höchsten steht 849 Fürchte dich nicht, gefangen in deiner Angst
294 Was Gott tut, was ist wohlgetan 870 Komm, Herr, segne uns
295 Wer nur den lieben Gott lässt walten 883 Suchen und Fragen
302 Erhör, o Gott, mein Flehen 892 Der Herr segne und behüte uns
304 Zieh an die Macht, du Arm des Herrn 905 Dein Tag, Herr Christ, wirft seinen Schein
306 O Gott, steck aus dein milde Hand 946 Dich, König, loben wir
558 Ich will dich lieben, meine Stärke 947 Gelobt sei Jesus Christus
559 Mein schönste Zier und Kleinod bist 954 Groß ist der Herr in seiner Stadt
560 Gelobt seist du, Herr Juesu Christ 967 Dein Reich, o Herr, wird kommen
565 Komm, Herr Jesus, komm zur Erde    
568 Komm, Herr Jesu, komm, für die Welt    
614 Wohl denen, die da wandeln    
622 Hilf, Herr meines Lebens    
 
 
       


Meine Hoffnung und meine Freude

Meine Hoffnung und meine Freude, meine
Stärke mein Licht: Christus, meine Zuversicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht. 
 
 
 


Fürbitten 2012

 
 
P.: Ewiger Gott, in der Dunkelheit unserer Welt und unseres eigenen Lebens blicken wir auf dich, unserer Hoffnung und Zuversicht, und bitten dich:

- Lass die Kirche auch in unseren Tagen die befreinde Botschft von deiner Nähe verkünden und so allen Menschen in den Ängsten und Nöten ihres Lebens neuen Mut schneken. Gott, Vater im Himmel, A.: Wir bitten dich erhöre uns.

- Richte all die auf, die in den Katastrophen- und Kriegsgebieten der Welt leiden; schenke ihnen Frieden und lass sie wieder neu beginnen.

- Erfülle uns selbst mit Zuversicht, damit wir in Schwierigkeiten nicht verzagen, sondern im Glauben an dich in unserem Alltag leben und so Zeugnis von dir geben.

- Segne alle Pilgerinnen und Pilger, die hierhin und zu anderen Wallfahrtsorten mit ihren Anliegen kommen, und lass sie ihren Auftrag in der Welt wieder neu erkennen.

- Nimm unsere Toten, die unter uns gelebt haben und die du abberufen hast, in die Herrlichkeit, die du allen versprochen hast, die dir vertrauen.

P: Du bist der Gott, der uns nicht verlässt in guten und in schweren Stunden, im Leben und im Tod. Dich preisen wir in Ewigkeit. Amen.


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  Wallfahrtsorte  
 

Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1974 für die größeren Wallfahrtsorte im Bistum Münster gegründet. Später schlossen sich Wallfahrtsorte aus dem gesamten nordwestdeutschen Raum an. Heute zählen dazu:

 
     
 

 
 
  56379 Arnstein/Lahn
"Herz Jesu" Kloster Arnstein
Telefon 0 26 04 / 9 70 40

www.sscc.de

49597 Rieste-Lage
"Heiliges Kreuz"
Lage 7
Telefon 0 54 64 / 9 10 80

www.kkg-lagerieste.de

  49661 Cloppenburg-Bethen
"Schmerzhafte Mutter"
Wallfahrtsweg 57
Telefon 0 44 71 / 25 64

www.bethen.de.vu

46509 Xanten-Marienbaum
"Zuflucht der Sünder"
Klosterstraße 23
Telefon 0 28 04 / 3 70

www.marienbaum.de

  48727 Bilerbeck
"hl. Liudger",
"Kirchstr. 4
Telefon 0 25 43 / 62 09

Telefax 0 25 43 / 81 82
www.domsite-billerbeck.de

56759 Kaiseresch-Martental
"Schmerzhafte Mutter"
Telefon 0 26 53 / 98 900
Telefax 0 26 53 / 98 90 19

www.kloster-maria-martental.de

  48624 Schöppingen-Eggerode
"Unsere liebe Frau vom Himmelreich"
Marienplatz 6
Telefon 0 25 45 / 5 80
Wallfahrtsbüro Telefon 0 25 45 / 4 67

www.wallfahrt-eggerode.de

42521 Velbert-Neviges
"Unbefleckte Empfängnis"
Postfach 150 220
Telefon 0 20 53 / 93 18 10
Telefax 0 20 53 / 93 18 30

www.mariendom.de

  47521 Haltern
"Haltener Kreuz" Pfarrkirche und
"Mutter Anna" Annaberg
Markt 9
Telefon 0 23 64 / 24 64

www.st-sixtus.de/Annaberg/Wallfahrt/index.htm

49134 Wallenhorst-Rulle
"Kostbares Blut" und
"Schmerzhafte Mutter"
Klosterstraße 9
Telefon 0 54 07 / 61 36

www.st-johannes-rulle.de

  52396 Heimbach/EIfel
" Schmerzhafte Mutter Gottes von Heimbach"
Am Eichelberg 18
Telefon 0 24 46 / 4 93

Telefax 0 24 46 / 80 51 93
www.heimbach-wallfahrt.de

44797 Bochum -Stiepel
"Schmerzhafte Mutter"
Am Varenholt 9
Telefon 02 34 / 77 70 50

www.kloster-stiepel.de

  59510 Lippetal-Herzfeld
"Heilige Ida"
Kirchplatz 3
Telefon 0 29 23 / 5 08

www.st-ida-herzfeld.de

59302 Oelde-Stromberg
"Das Heilige Kreuz"
Burgplatz 2
Telefon 0 25 29 / 2 75

www.wallfahrt-stromberg.de

  37308 Hülfensberg
"Hl. Kreuz" Franziskanerkloster
Telefon 03 60 82 / 4 55 00
Telefax 03 60 82 / 4 55 01 0

www.huelfensberg.de

48291 Telgte
"Schmerzhafte Mutter"
Kardinal-von-Galen-Platz 1
Telefon 0 25 04 / 17 65

www.telgter-wallfahrt.de

  47623 Kevelaer
"Trösterin der Betrübten"
Kapellenplatz 35
Telefon 0 28 32 / 9 33 80
Telefax 0 28 32 / 70 26 0

www.wallfahrt-kevelaer.de

59457 Werl
"Muttergottes von Werl"
Klosterstraße 17
Telefon 0 29 22 / 98 20

www.wallfahrt-werl.de

  47559 Kranenburg
"Das wundertätige Kreuz"
Kirchplatz 1
Telefon 0 28 26 / 2 26

www.kranenburg.de/wallfahr.htm
49835 Wietmarschen
"Unsere liebe Frau von Wietmarschen"
Rosemannstraße 2
Telefon 0 59 25 / 2 26

 
 
 

Sitz der Arbeitsgemeinschaft ist in
Münster, Rosenstr. 17,
Vorsitzender ist Monsignore Dr. Egon Mielenbrink
(Telefon 0 25 1 - 49 55 51).