Wallfahrt 2010 Wallfahrtsorte Impressum

 
 

Wallfahrtsorte im nordwestdeutschen Raum

 
 

 
 
Wer sich auf den Weg macht - Gedanken zur Wallfahrt


Das Thema Wallfahrt ist zeitlos: so alt wie die Erlebnisse des Volkes Israel in der Wüste - und so aktuell wie die Gefühle Jugendlicher, die nach mehrtägigem Fußweg vor einem unscheinbaren Gnadenbild stehen. Wallfahrer denken über ihr Leben nach, sie bitten und danken, schweigen und erzählen, beten und singen. Sie suchen Gottes Melodie in ihrem Leben - und begeben damit sich selbst auf die Spur, und das ist immer ein kleines Abenteuer. So etwas gibt es nicht im Reisebüro. Wer sich auf den Weg macht, lebt für einen Tag oder eine Woche bewusster. Und kehrt verändert nach Hause zurück.

Zu Fuß unterwegs

Der klassische Wallfahrer benutzt seine Füße. Er setzt sich Sonne und Regen aus, bevorzugt abgelegene Wege und kommt doch um die verkehrsreichsten Straßen nicht herum. Er ist unterwegs in einer Gruppe Gleichgesinnter - in der Gemeinschaft stützt man sich gegenseitig und kommt miteinander ans Ziel. Darin ist die Wallfahrt ein Bild der Kirche: Wir sind nicht allein. Wir sind miteinander auf dem Weg. Diese Erfahrung macht Mut.

Erbsensuppe statt Drei-Gänge-Menu

Wallfahrer theoretisieren nicht. Sie tun etwas Konkretes. Dazu gehören frühes Aufstehen, mancher Verzicht auf Annehmlichkeiten und oft Blasen an den Füßen. Ich werde mitgenommen, oder ich nehme andere mit - das ist Anlass genug, damit geht es los. Zu einem Ort, unspektakulär, abseits der selbsternannten Zentren. Zu einer Erfahrung von Religion, wie wir sie nur noch selten erleben: zum Greifen nah. Wer mitmacht, erlebt: Der andere betet auch so wie ich. Mehr noch, er spürt: Kirche, das bin ich. Gott, das ist für niemanden eine einfache Formel. Beten, das hat mit Spontaneität und Phantasie zu tun.

Jede Wallfahrt ist eine Demonstration

Wer vom Straßenrand zuschaut, spürt: Da widersetzen sich Menschen dem Strom. Die lassen sich den Glauben etwas wert sein. Sie tragen ein Kreuz bei sich, keine Parolen. Wallfahrtsorte laden ein zu Besinnung und Gebet, zur Erfahrung von lebendiger Kirche und zu der Hoffnung, dass wir am Ende unseres Lebensweges tatsächlich "nach Hause kommen". Es gibt sie, diese Orte und Oasen, an denen Gott den Menschen besonders nahe ist. Wundert es Sie, dass dies auch die Menschen, die sich dorthin miteinander auf dem Weg machen, verändert?

Der nächste Wallfahrtsort ist näher, als man denkt

Wer pilgert, reist mit leichtem Gepäck. Und auch eine sorgfältig vorbereitete und durchgeführte Tagesfahrt kann ein großes Erlebnis sein. Ob Rom oder ein hiesiger Wallfahrtsort, ist weniger eine Frage des Geldes. Es gilt zu entscheiden, was mir persönlich möglich ist. Für die Planung ist wichtig: Wieviel Zeit wollen Sie sich nehmen? Handelt es sich um jüngere oder ältere Menschen? Reisen Sie mit dem Zug, per Bus oder mit dem Auto - oder eben zu Fuß? Alle Religionen haben ihre Wallfahrtsorte, an denen man dem göttlichen Bereich begegnet, angefangen im Erlebnis unseres Vaters Jakob mit dem Traum der Himmelsleiter. Und er stellt fest: So nah war mit Gott, und ich wusste es nicht. So haben wir noch heute Jerusalem oder Santiago de Compostela, unsere Marienwallfahrtsorte, die Wallfahrtsorte zum Hl. Kreuz oder zu den Heiligen.

Wer singt, betet doppelt

Für die Vorbereitung gilt: Sie können alles selber machen, zum Beispiel Lieder und Texte aussuchen oder den Gottesdienst vorbereiten, müssen aber nicht. Ein einfaches Beispiel: Sie legen die Route sorgfältig fest und planen drei oder vier "Unterbrechungen" ein. Zeit für ein selbstformuliertes Gebet, ein gemeinsames Lied oder die Betrachtung eines Wegekreuzes. Die Wallfahrtsleitung vor Ort gibt Ihnen gerne ausführliche Informationen und Hilfen. Hier melden Sie auch Ihre Gruppe an, erfahren die Möglichkeiten zur Mitfeier der Gottesdienste, der Betreuung vor Ort und der Übernachtung.

Stillwerden, staunen, hinhören

Haben Sie den Mut zu improvisieren. Wunder geschehen, wo Menschen zusammen beten, schweigen und miteinander ins Gespräch kommen. Das lässt sich nicht exakt vorher planen. In den Beichtkapellen geschehen noch heute täglich Wunder. Denken Sie bei der Kostengestaltung auch an Jugendliche, kinderreiche Familien und Minderbemittelte. Bleibt noch eine letzte Frage: Ist eine Wallfahrt Urlaub? Antwort: Für die Seele Ja.




 
 
Wallfahrt 2011


"Zur Hoffnung berufen"
(Eph 1,18)

 



 
  Texte 2011

 
  Lesung aus dem Propheten Jeremia

Ja, so spricht der Herr: Wenn siebzig Jahre für Babel vorüber sind, dann werde ich nach euch sehen, mein Heilswort an euch erfüllen und euch an diesen Ort zurückführen. Denn ich, ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe - Spruch des Herrn -, Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben. Wenn ihr mich ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, so erhöre ich euch. Sucht ihr mich, so findet ihr mich. Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, lass ich mich von euch finden - Spruch des Herrn. Ich wende euer Geschick und sammle euch aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch versprengt habe - Spruch des Herrn. Ich bringe euch an den Ort zurück, von dem ich euch weggeführt habe. (Jer 29,10-14)

Lesung aus der Epheserbrief

Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr duch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke. Er hat sie an Christus erwiesen, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat, hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächte und Herrschaften und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird. Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt. Sie ist sein Heil und wird von ihm erfüllt, der das All ganz und gar beherrscht. (Eph 1,17-23)

Aus dem Matthäusevangelium

Die Pharisäer gingen hinaus und fassten den Beschluss, Jesus umzubringen. Als Jesus das erfuhr, ging er von dort weg. Viele folgten ihm, und er heilte alle Kranken. Aber er verbot ihnen, in der Öffentlichkeit von ihm zu reden. Auf diese Weise sollte sich erfüllten, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Seht, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem ich Gefallen gefunden habe. Ich werde meinen Geist auf ihn legen und er wird den Völkern das Recht verkünden. Er wird nicht zanken und nicht schreien, und man wird seine Stimme nicht auf den Straßen hören. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat. Und auf seinem Namen werden die Völker ihre Hoffnung setzen. (Mt 12, 15-21)


 
  Lieder 2011

Lieder aus dem Stammteil des Gotteslobes

Lieder aus dem Diözesananhang Münster

 
 
106 Kündet allen in der Not 819 Fest soll mein Taufbung immer stehn
147 Sieh, dein Licht will kommen 838 Ein Danklied sei dem Herrn
165 Sag ja zu mir, wenn alles nein sagt 843 Herr, wir bitten: Komm und segne uns
213 Christ ist erstanden 845 Bewahre uns Gott, behüte uns
220 Das ist der Tag, den Gott gemacht 846 Von guten Mächten treu und still umgeben
222 Nun freu dich, du Christenheit 849 Fürchte dich nicht, gefangen in deiner Angst
224 Vom Tode heut erstanden ist 882 Kleines Senfkorn Hoffnung
226 Nun freu euch hier und überall 883 Suchen und Fragen
229 Ihr Christen, hoch erfreuet euch 912 Messias, Jesus einzger Sohn
260 Singet Lob unserem Gott 930 Wahrer Gott wir glauben dir
261 Den Herren will ich loben 949 Nun lob, mein Seel, den Herren
264 Mein ganzens Herz erhebet dich 960 Was mein Gott will
270 Kommt herbei, singt dem Herrn 967 Dein Reich, o Herr, wird kommen
291 Wer unterm Schutz des Höchsten steht    
295 Wer nur den lieben Gott läßt walten    
552 Alles Leben ist dunkel    
559 Mein schönste Zier und Kleinod bist    
568 Komm, Herr Jesu, komm    
615 Alles meinem Gott zu Ehren    
621 Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr    
 
 
       


Meine Hoffnung und meine Freude

Meine Hoffnung und meine Freude, meine
Stärke mein Licht: Christus, meine Zuversicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht. 
 
 
 


Fürbitten 2011

 
 
P.: Wir beten für unsere Kirche und für alle, die in ihr Verantwortung tragen: Lass sie die Frohe Botschaft in Freude verkünden und so allen Menschen Mut und Zuversicht vermitteln.

- Wir beten für die Völker der Welt, besonders für die, die unter Hunger, Armut , Gewalt und Kriegen zu tragen haben: Erhalte und schenke ihnen Hoffnung für ihr Leben.

- Wir beten für alle, die unter Depressionen leiden, die mit dem Leben nicht zurecht kommen und die in ihrer Trauer keinen Ausweg erkennen: Gib, dass wir ihnen neuen Lebensmut und Stärke vermitteln.

- Wir beten für solche, die von Vertretern unserer Kirche enttäuscht wurden und die ihren Glauben verloren haben: Erfülle sie mit deinem Geist und lass sich zu dir zurückfinden.

- Wir beten für die, die sich als Pilger auf den Weg gemacht haben: Lass sie neu gestärkt in ihren Alltag zurückkehren und die Hoffnung zu allen Menschen tragen.

- Wir beten für unsere Verstorbenen, die du aus dem irdischen Leben abberufen hast: Gib, dass ihre Hoffnung, die sie auf dich gesetzt haben, im ewigen Leben Erfüllung finde.

P: Du hast uns durch deinen Sohn Jesus Christus mit neuer Hoffnung erfüllt. Dir sei Lob und Preis in Ewigkeit. Amen.


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  Wallfahrtsorte  
 

Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1974 für die größeren Wallfahrtsorte im Bistum Münster gegründet. Später schlossen sich Wallfahrtsorte aus dem gesamten nordwestdeutschen Raum an. Heute zählen dazu:

 
     
 

 
 
  56379 Arnstein/Lahn
"Herz Jesu" Kloster Arnstein
Telefon 0 26 04 / 9 70 40

www.sscc.de

49597 Rieste-Lage
"Heiliges Kreuz"
Lage 7
Telefon 0 54 64 / 9 10 80

www.kkg-lagerieste.de

  49661 Cloppenburg-Bethen
"Schmerzhafte Mutter"
Wallfahrtsweg 57
Telefon 0 44 71 / 25 64

www.bethen.de.vu

46509 Xanten-Marienbaum
"Zuflucht der Sünder"
Klosterstraße 23
Telefon 0 28 04 / 3 70

www.marienbaum.de

  48727 Bilerbeck
"hl. Liudger",
"Kirchstr. 4
Telefon 0 25 43 / 62 09

Telefax 0 25 43 / 81 82
www.domsite-billerbeck.de

56759 Kaiseresch-Martental
"Schmerzhafte Mutter"
Telefon 0 26 53 / 98 900
Telefax 0 26 53 / 98 90 19

www.kloster-maria-martental.de

  48624 Schöppingen-Eggerode
"Unsere liebe Frau vom Himmelreich"
Marienplatz 6
Telefon 0 25 45 / 5 80
Wallfahrtsbüro Telefon 0 25 45 / 4 67

www.wallfahrt-eggerode.de

42521 Velbert-Neviges
"Unbefleckte Empfängnis"
Postfach 150 220
Telefon 0 20 53 / 93 18 10
Telefax 0 20 53 / 93 18 30

www.mariendom.de

  47521 Haltern
"Haltener Kreuz" Pfarrkirche und
"Mutter Anna" Annaberg
Markt 9
Telefon 0 23 64 / 24 64

www.st-sixtus.de/Annaberg/Wallfahrt/index.htm

49134 Wallenhorst-Rulle
"Kostbares Blut" und
"Schmerzhafte Mutter"
Klosterstraße 9
Telefon 0 54 07 / 61 36

www.st-johannes-rulle.de

  52396 Heimbach/EIfel
" Schmerzhafte Mutter Gottes von Heimbach"
Am Eichelberg 18
Telefon 0 24 46 / 4 93

Telefax 0 24 46 / 80 51 93
www.heimbach-wallfahrt.de

44797 Bochum -Stiepel
"Schmerzhafte Mutter"
Am Varenholt 9
Telefon 02 34 / 77 70 50

www.kloster-stiepel.de

  59510 Lippetal-Herzfeld
"Heilige Ida"
Kirchplatz 3
Telefon 0 29 23 / 5 08

www.st-ida-herzfeld.de

59302 Oelde-Stromberg
"Das Heilige Kreuz"
Burgplatz 2
Telefon 0 25 29 / 2 75

www.wallfahrt-stromberg.de

  37308 Hülfensberg
"Hl. Kreuz" Franziskanerkloster
Telefon 03 60 82 / 4 55 00
Telefax 03 60 82 / 4 55 01 0

www.huelfensberg.de

48291 Telgte
"Schmerzhafte Mutter"
Kardinal-von-Galen-Platz 1
Telefon 0 25 04 / 17 65

www.telgter-wallfahrt.de

  47623 Kevelaer
"Trösterin der Betrübten"
Kapellenplatz 35
Telefon 0 28 32 / 9 33 80
Telefax 0 28 32 / 70 26 0

www.wallfahrt-kevelaer.de

59457 Werl
"Muttergottes von Werl"
Klosterstraße 17
Telefon 0 29 22 / 98 20

www.wallfahrt-werl.de

  47559 Kranenburg
"Das wundertätige Kreuz"
Kirchplatz 1
Telefon 0 28 26 / 2 26

www.kranenburg.de/wallfahr.htm
49835 Wietmarschen
"Unsere liebe Frau von Wietmarschen"
Rosemannstraße 2
Telefon 0 59 25 / 2 26

 
 
 

Sitz der Arbeitsgemeinschaft ist in
Münster, Rosenstr. 17,
Vorsitzender ist Monsignore Dr. Egon Mielenbrink
(Telefon 0 25 1 - 49 55 51).